von 0 auf Mama in…

… na gut. 40 Stunden. 40 Stunden Wehen. Auf und ab spazieren. Atmen. Festhalten. Baden. Fluchen. Hände halten. Schreien. Durchhalten.

Und plötzlich bist du da. Ganz nah bei mir. Bei mir. Deiner Mama. Ich weine. Vor Erleichterung, vor Stolz, vor so unfassbar viel Liebe. Das Leben ist schlagartig ein anderes. Du – unsere Tochter – hast die Welt auf den Kopf gestellt. Und wir stellen fest, dass sie so herum viel besser aussieht. Wie war das denn nochmal vorher?

Ich komme jetzt mit weniger Schlaf aus. Ich liebe es, wenn ich dich stille und deine kleine Hand nach meinem Finger greift. Wenn du träumst und deine Schnute so verziehst. Wenn der Papa dich durch die Wohnung trägt und dir Dinge erzählt, „Schau Schatz, das ist die Pinnwand und hier drüben – das ist der Gaszähler“ und du ihn ganz aufmerksam mit deinen großen Augen anstrahlst – ach ich könnte stundenlang nur schauen und staunen. Du wirst ruhig, wenn du auf meiner Brust einschläfst. Du reagierst auf meine Stimme. Und du wirst immer aktiver. Schaust mit deinen Augen die Welt an und dann wieder mich – als würdest du mir tausend Dinge erzählen und mich in deine Welt mitnehmen wollen. Ich kann es kaum erwarten, dir die Welt zu zeigen.

Ich hatte 40 Wochen (+12 ganz schön lange extra Tage) Zeit, mich darauf vorzubereiten, mir vorzustellen, wie das so werden könnte mit Kind, als Mama, als Familie. Man sollte also meinen, dass ich bestens gewappnet war. Pah – nicht den Hauch einer Ahnung hatte ich. Es ist wundervoll. Es ist anstrengend, aufregend, neu, überwältigend und es ist so so wundervoll.

Ela. 13. März 2017. 13:51.

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