nepal. kathmandu.

Kathmandu ist absolut durchgeknallt. Ein bisschen wie Delhi. Groß. Nein – rießig. Laut. Staubig. So viele Menschen. Und so nett. Im Ernst – das ist etwas, was ich wirklich mal loswerden möchte. Sowohl in den Bergen, als auch in Kathmandu – das ist ein so unglaublich nettes Völkchen. Ja, uns quatschen regelmäßig Leute an, die uns was verkaufen möchten, aber bei einem gelächelten „Nein danke“ hört jeder auch auf. Kein krampfhaftes hinter-uns-herlaufen. Bist du nett, sind sie nett. So einfach ist das. Sie haben so viel Spaß am Tourismus und ich finde den dürfen sie auch haben.

Kathmandu ist keine Stadt für 2 ganze Wochen. Kathmandu ist eher so eine Art Reise-Drehkreuz. Man kommt dort an, man verbringt dort einige Tage und dann geht’s von dort weiter ins Land. Man kommt zurück, genießt die letzten Tage und fliegt dann wieder zurück in die Heimat.

Unterkunft. Nachdem wir uns bei unserer Ankunft in unser kleines Bed&Breakfast absolut verlieben, ist relativ schnell klar, dass wir hier auch bleiben werden für die Tage, die wir während den 4 Wochen zwischendurch immer in Kathmandu haben. Warum denn lange suchen, wenn man sich so wohl fühlt. Es ist so schön gemütlich, es fühlt sich fast an, als würde man nach Hause kommen. Mitten im verrückten Thamel, durch ein paar kleine Nebengässchen und plötzlich in einer kleinen Oase, ein grüner Garten, Gebetsfähnchen, Platz zum Entspannen, Frühstück im Freien und ein herzliches „Namaste“ vom Hotelinhaber. Hatte ich erwähnt, was für ein nettes Völkchen diese Nepalesen sind?

Thamel. Wenn du Touristen suchst, du findest sie in Thamel. Souvenirs shoppen, Ausrüstungsgegenstände fürs Trekking, Trekkingtouren, Hostels ohne Ende, Bars, Restaurants, … Das alles ist Thamel. Für ein paar Tage macht es wirklich richtig richtig viel Spaß, aber ich kann nicht nachvollziehen, weshalb manche in den Hostels da mehrere Wochen „versumpfen“ (wobei, ich hab da so meine Theorie – das wird der nächste Beitrag). Unser B&B liegt am etwas ruhigeren Rand von Thamel und unser mini-kleines, nepalesisches Lieblingsrestaurant ist gleich um die Ecke. Nach 2 Wochen Stille in den Bergen wieder in Thamel anzukommen, ist dann eine interessante Erfahrung – mit so viel Ruhe in mir ist Thamel zu laut. Schnell Souvenirs shoppen und dann wieder auf die Dachterrasse eines Restaurants verkriechen, ein bisschen Abstand.

Swayambhunath. Monkey Temple. Schönes Fleckchen. Wir laufen von Thamel aus (so sieht man auch ein bisschen was vom „echten“ Kathmandu) und sind dann – oben angekommen – nachdem wir die Stupa mehrmals (im Uhrzeigersinn) umrundet haben, in eines der Cafés und genießen mit Papaya-Lassi in der Hand den Blick auf die Stupa und auf diese rießige Stadt von oben. Manchmal sieht man sich plötzlich in einer Situation, in der man weiß, dass man für genau diesen Moment alles richtig gemacht hat. Das da oben ist so ein Moment. Und es folgten noch unendlich viele solche Momente in unseren 4 Wochen in Nepal. 

Pashupatinath. Einer der wichtigsten Tempel des Hinduismus, an einem Fluss gelegen und Schauplatz von Verbrennungen von Verstorbenen. Und ein Ort, an dem der Tod deshalb sehr präsent ist. Pashupatinath ist rund um die Uhr geöffnet, da nach hinduistischem Glauben ein Verstorbener innerhalb von 24 Stunden verbrannt werden sollte. Nepalesische Hilfsarbeiter, die auf Großbaustellen im Ausland ums Leben kommen, werden – wortwörtlich – in eine Kiste gepackt und mit dem nächsten Flieger direkt nach Nepal zurück geflogen. Addressiert an Pashupatinath, von dort werden dann die Verwandten hinzugerufen, es muss – je nach Dauer der Überführung – unter Umständen jetzt schnell gehen. Es ist eine beeindruckende, sehr alte Tempelanlage (einige Teile darf mal als Nicht-Hindu nicht betreten), es hüpfen Affen rum, man begegnet Gurus, die sich für Geld auch fotografieren lassen, Touristen ohne Ende. Zwischendrin Trauergesellschaften, die singend und klatschend in den Tempel ziehen. Ein Pickup bahnt sich rückwärts durch die Touristenmenge, der Kofferraum geht auf und eine nur in Tüchern gewickelte Leiche  wird herausgehoben und an uns vorbeigetragen. An der Wand eines Gebäudes hängt eine Tafel, eine Preisliste der verschiedenen Holzsorten. Brenndauer, Rauchbildung, Geruchsbildung. Dieser geschäftige Umgang mit dem Tod ist schon etwas, das man verdauen muss. Ist doch der Tod bei uns ein Thema, mit dem man sich erst sehr spät und sehr ungern auseinander setzt, ist das hier in Nepal Teil des Alltags. Dieses Leben ist vorbei, das nächste steht bevor. Also eigentlich kein Grund zur tiefen Trauer. Klar, man vermisst den Menschen, aber man hat – im Glauben verankert – gleichzeitig die Gewissheit, dass es für denjenigen auf der Erde noch weitere Leben gibt. So sitzen wird da also in Gedanken versunken, während am Fluss ein junger Nepalese den Scheiterhaufen vorbereitet, Holz schichtet und Reisig bündelt. Die Feuerstelle nebenan ist noch frisch, ein junger Mann steht bis zu den Knien im grau-braunen Fluss und gräbt mit einer Schaufel nach Metallen, Gold, Zähnen. Eine Stimmung, die nur sehr schwer für mich greifbar war.

Die restlichen Tage, die wir in Kathmandu verbringen, lassen wir uns einfach nur treiben. Wir sind am Durbar Square in Lalitpur, besuchen ein Museum. Wir genießen eine Tasse Tee auf einer Dachterrasse an der Boudhanath Stupa – die gerade noch im Wiederaufbau ist. Wir kaufen mit der Schwester unseres Yogalehrers Souvenirs und schlendern durch einen Supermarkt, in dem nur Nepalesen einkaufen. Wir sind bei ihrer Familie und essen gemeinsam. Wir stapfen erneut die hundert Stufen zum Monkey Temple, einfach weil wir nochmal schauen wollten. Kathmandu sehen. Wir essen Chicken Falafel in Thamel und verkriechen uns danach mit dem Buch 2 Stunden im Garden of Dreams . Wir sind einfach nur da.

Was für eine verrückte Stadt. Und doch so herrlich angenehm verrückt.

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nepal. what mountains do to you.

„The mountains calm me down. Während den letzten Tagen kam ich irgendwie so nahe zu mir, wie ich es noch nie vorher erlebt habe. Mit jedem Schritt, mit jedem Meter, den ich höher steige merke ich, wie viel in ‚Der Weg ist das Ziel‘ denn eigentlich steckt. Es fühlt sich fast so an, als würde mich der Berg auf das Essentiellste runter reduzieren, alles was im alltäglichen Leben in Deutschland so viel Platz einnimmt – vor allem mental – ist hier auf einmal weg. Oder nicht weg, sondern anders eingestuft, anders prioritisiert, weniger präsent. Some things simply don’t matter when you adjust your focus. Und jeder Schritt bringt mich dem näher. Es ist nicht nur ein Blick von oben auf die Welt sondern auch ein anderer auf das, was unser Leben auszumachen scheint. Die Menschen sind mit so wenig zufrieden, wir in Deutschland ersticken im Luxus, in materiellem und auch in „zwischenmenschlichem“ (wenn das denn Sinn macht), mir wird mehr und mehr klar, wie angenehm das Leben ist, wenn man sich auf Minimalismus einlässt. Wir haben alles was wir brauchen auf dem Rücken und in uns und das, was ich vermisse, kann ich an einer Hand abzählen. Das muss sich unbedingt ändern.

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In jedem Schritt spüre ich jeden Muskel, jedes Gelenk und jeden Knochen. Ich spüre wie meine Lunge nach Sauerstoff sucht und ich spüre – oh ja – jedes einzelne Gramm des Rucksacks auf meinem Rücken. Ich schaue mich um und der Anblick raubt mir wortwörtlich den Atem. Eine meditative Ruhe macht sich zwischen uns und um uns herum breit. Wir reden kaum, weil jeder so sehr mit sich selbst beschäftigt ist – körperlich und auch mental. ‚Namaste‘ ist das Einzige, was uns über die Lippen kommt, wenn uns andere begegnen. My bare and pure soul honours your soul. Namaste. Yaks und Sherpas verschmelzen mit der Natur, die Glocken der Yaks sind noch kilometerweit zu hören, wenn der Wind richtig steht. Wenn man anderen Trekkern begegnet – man sieht sich nicht. Das ‚Namaste‘ an dieser Stelle ist eher so etwas wie ‚Ich fühle mit dir‘, zwischenmenschliche Kommunikation ‚Ich weiß, wie du dich fühlst. Durchhalten, es lohnt sich‘. Es lohnt sich, wie Recht sie haben.

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Keiner hat gesagt, dass das leicht wird. Vielleicht bin ich auch deshalb zwischendurch immer mal wieder den Tränen nahe, laufe mit einem Kloß im Hals. Der Berg zwingt mich dazu, mich mit Dingen auseinanderzusetzen, die das Un(ter)bewusstsein mit Hilfe von viel zu wenig Sauerstoff in Träumen wieder hervorholt – Dinge, mit denen ich mich wahrscheinlich schon vor Wochen, Monaten oder Jahren hätte auseinander setzen müssen. Dinge, von denen ich keine Ahnung haben, wo sie auf einmal herkommen. Und Dinge, die ich schon eine Ewigkeit vor mir herschiebe. Ich spüre, dass sich da was tut. Ich fühle mich unendlich klein. Alles um mich herum räumt mich auf, sortiert aus, entrümpelt alle Gefühle und Gedanken, die sich über die letzten Jahr(zehnt)e angesammelt hat.

Aufräumen, Blickwinkel anpassen, neu fokussieren. Was ist wichtig. Wer tut mir gut. Wen sehe ich in meinem Leben. Was will ich. Ich bin auf das Wesentliche reduziert, ich bin klein und die unverfälschteste Version Laura. Ich verändere mich. Mit jedem Schritt komm ich der Person näher, die ich sein will. I am growing. Ich finde raus, wer ich sein will. Manchmal macht das Angst, weil alles auf einmal so groß ist und ich so klein. Aber da ist auch Mut. Mut, die Dinge anzupacken, sich mit dem Kopf voran ins Leben zu stürzen.“

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nepal. trekking himalaya.

Wir sind wieder zurück. Schon ganze zwei Wochen und inzwischen ist auch der Kopf wieder hier angekommen. Es war fantastisch. Absolut fantastisch. Von unseren 4 Wochen in Nepal verbrachten wir 2 auf dem Trek, eine in Pokhara und eine in Kathmandu.

Trekking Nepal Himalaya. Everest Base Camp Trek. We did it. Und es war jedes Ziehen, jeden sauerstoffarmen Atemzug, jeden einzelnen Schritt Wert. Am Basislager des Mount Everest zu stehen ist eine kulturelle Erfahrung der ganz besonderen Art. Zurück ins Tal zu schauen und zu wissen wo man herkommt. Von ganz da unten.

Mit dem Flug nach Lukla ging alles los, eine kleine Twin
Otter Maschine landet dort am Tenzing Hillary Airport und hat uns als 2 von 14 Passagieren dabei. Wir sind sowohl ohne guide als auch ohne Träger unterwegs. Nur wir zwei. Auch wenn der Flughafen absolut mini ist, spürt
man sofort, was das hier ist. Geschäftiges Treiben. Hier landen Trekker, hier landen Expeditionen, hier landet Cargo aus Kathmandu. Wer von nepalesischer Seite zum Everest will, muss hier anfangen. Lukla liegt auf 2860m und das allein ist schon irgendwie verrückt. Das ist also schon fast die Höhe der Zugspitze und Lukla gilt trotzdem als ein Dorf im Tal. Hier gibt es Shops, Lodges, Cafés, Restaurants, die Büros der Fluglinien und unendlich viel mehr. Hier wird Landwirtschaft betrieben, Gemüse angebaut, Vieh gehalten.2016_Nepal_0122

Von Lukla ging es für die erste Nacht nach Benkar (2710m) und an Tag 2 dann von dort  in den Sagarmatha Nationalpark (in dem der Everest liegt) und nach Namche Bazaar (3440m) – unseren ersten Akklimatisations-Stop. Der Trek von Benkar nach Namche war dann das erste mal so richtig schön anstrengend, 800 Höhenmeter eben – wie ich später feststellen durfte aber kein Vergleich zu dem was wir noch vor uns hatten. Namche ist das letzte große Dorf mit unendlich vielen Hotels, Restaurants, Shops, Schulen etc. bevor es so richtig in die Berge geht. Sowohl auf dem Weg nach oben, als auch auf dem Rückweg haben wir hier 2 Nächte verbracht. Der wöchentliche Markt versorgt die umliegenden Lodges (bzw. die europäischen Trekker) mit Lebensmitteln, Getränken und allem anderen was ein Trekker auch da oben noch haben will. Schon irre – Händler kommen aus allen möglichen Dörfern der Umgebung, vieles wird aus Kathmandu nach Lukla geflogen und von dort von Sherpas und Yaks auf dem Rücken nach Namche getragen, hunderte von Kilo Lebensmittel.

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Von Namche ging es über Tengboche (3870m), Dingboche (4360m) und Lobuche (4930m) nach Gorak Shep (5160m). Wenn ich jetzt so im Nachhinein durch meine Reisenotizen blättere, dann wird mir klar, dass ich das gar nicht als „an Tag 1 waren wir da, dann ging es an Tag 2 nach…“ erzählen kann und das auch gar nicht wollen würde. Es war der Trek zum Everest Base Camp, man muss das einfach als Ganzes teilen.

Die Landschaft. Atemberaubend. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. In Lukla noch ganz normale Vegetation, Wälder, Wiesen, Felder. In Gorak Shep dann nichts mehr. Ein bisschen Moos und letzte Gräser. Die Landschaft ist tatsächlich der Knaller. Es ist und bleibt das Dach der Welt, diese Berge, die Wege an Bergen entlang, durch Täler und Flüsse, wieder hoch, grasende Yaks. Gletscher, Moränen, Geröll. Ach ich weiß überhaupt gar nicht, wie ich das treffend beschreiben kann, aber diese Natur ist so unbeschreiblich schön und (be)ruhig(end).

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Die Höhe. Ja, diese Höhe. Wir hatten zwar in Kathmandu noch (für nen schlappen Euro) Diamox (das Höhenmedikament) gekauft, es aber glücklicherweise nicht gebraucht. Wir wollten uns – und somit unserem Körper – einfach genügend Zeit geben und haben 3 Akklimatisationstage eingebaut. Tagsüber passt der Körper die Atemfrequenz an die Höhe an, nachts im Schlaf atmet der Körper ruhiger und somit kann es in der Höhe manchmal frühs – aufgrund von zu wenig Sauerstoff – zu Kopfschmerzen kommen. Ich persönlich hatte die nur wirklich ganz oben und auch nur kurz nach dem Aufstehen, beim Frühstück waren die Kopfschmerzen meistens schon wieder weg. Was man merkt – oh ja! – ist die Sauerstoffunterversorgung der Muskeln. Es wird irgendwann einfach verdammt anstrengend. Selbst das Gehen auf ebenen Flächen. Man merkt bei jedem Schritt, dass der Muskel nichts mehr hat, von dem er sich ernähren kann. Ich kam mir manchmal tatsächlich dämlich vor, was wir uns in der Höhe über Flächen geschleppt haben, im absoluten Schneckentempo und dennoch am Ende unserer körperlichen Kräfte. Es ist eine unglaublich interessante Erfahrung, die ich so noch nie vorher erlebt habe. Da weht einem so viel klare Bergluft um die Nase und der Körper kann nur minimal was damit anfangen.

Everest Base Camp. In Gorak Shep angekommen, Lodge suchen, Rucksack abladen, ging es für uns noch am selben Nachmittag zum Basislager. Das Lager liegt auf 5340m am Fuße des Khumbu Icefall (der den Khumbu Gletscher speist) und ist im Endeffekt nur eine Ansammlung von orange-gelben Zelten für Unterkunft und Versorgung von Expeditionen, die sich dort zum einen akklimatisieren und zum anderen darauf warten ins Lager 2 (dann 3, dann 4, dann Gipfel und zurück) aufsteigen zu können. Und dann wir. Blutige Anfänger. Wir nähern uns ganz vorsichtig dem Lager, respektieren Expeditionen und wollen eigentlich gar nicht stören. Wir bleiben in der Nähe und fallen uns erschöpft und unendlich glücklich in die Arme. Hey – we did it. Wir haben es geschafft. Und wir kommen von ganz da unten. Auch wenn man vom Basislager den Everest selbst gar nicht mehr sieht – die Stimmung ist rießig. Da sind dann plötzlich ein Kloß im Hals und (bei mir – immerhin bin ich die Frau von uns beiden) Tränen in den Augen. Ich könnte platzen vor Ehrfurcht, vor Stolz, vor Begeisterung. 

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Am nächsten Tag hatten wir ein letztes Ziel. Sonnenaufgang auf dem Kala Pattar. Auf knapp 5500 m. Die Bergkette bestaunen, in der der Everest nur einer von vielen 8000ern ist. Sonnenaufgang heißt Wecker um 04:15. Schlafen auf über 5000 m heißt kalt. Kalt heißt schlappe -17 Grad Celsius Außentemperatur und immerhin noch wohlig warme -9 Grad Celsius Zimmertemperatur. Man kann sich vorstellen, wie viel Lust wir hatten aus dem Schlafsack rauszukriechen. Das Positive: man hat nachts eh schon so gut wie alles an, was man dabei hat. Man muss nur noch Schuhe und Handschuhe anziehen, Zähne putzen, die Trekkingstöcke schnappen und loslaufen. Haha. Das war der Moment an dem mich der Berg in die Knie gezwungen hat. Das frühe Aufstehen, Kreislauf hochfahren, klirrend kalte Temperaturen und viel zu wenig Sauerstoff auf über 5000 m. Mir war kalt, schwindelig, schlecht, es war unendlich anstrengend. Nach etwa 2/3 des Kala Pattar haben wir dann unseren persönlichen Gipfel erreicht. Die Aussicht war atemberaubend. Der absolute Wahnsinn. Die Sonne ging langsam auf, der schwarze Nachthimmel wurde erst violett, dann dunkelblau – diese Bergkette. Wow. Hier sind wir also. Das da vor uns sind die höchsten Punkte der Erde. Ich steh auf knapp 5 1/2 tausend Metern Höhe und die Berge vor mir sind immer noch so rießig. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl.

Von da aus ging es für uns dann wieder nach unten. Wir sind förmlich geflogen. Jeder Schritt, jeder Höhenmeter gibt uns mehr Sauerstoff, mehr Energie – wir atmen das Leben, strahlend, überglücklich und mächtig stolz sind wir auf dem Weg nach unten. Den Rucksack spürt man kaum noch. Die Beine dafür endlich wieder.

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morocco.

DSC_1928Staubige Pisten. Dattelpalmen. Haselnussbraune Augen. Sonnengegerbte Haut, fast wie Pergament. Millionen Gerüche. Und Farben. Diese Farben. Tausendundeine Nacht. Tee. Frische Minze. Tajine. Couscous. Esel. Mosaik. Stoffe in den buntesten Farben. Berber. Am Rande der Sahara. Frische Granatäpfel. Leuchtende Kinderaugen. Geschäftiges Treiben. Feilschen. Und so viel Spaß dabei haben. Keramik. Straßenverkehr. Fast wie in Indien. Feuerrote Sonnenaufgänge. Islam. Gastfreundschaft. Djemaa el Fna. Suqs. Marokko.

Es ist heiß im August in Marokko. Hätte ich mir aber ja auch denken können. Aber es ist Magie. Pure Magie. Ein Land aus tausendundeiner Nacht. Ich war überwältigt von so viel Farbe und so viel Gerüchen. Wenn man sich darauf einlässt, dann drehen die Sinne förmlich durch. Wir haben die knapp zwei Wochen mit einer kleinen Reisegruppe erlebt, ein lustiger Haufen von acht Mädels aus aller Welt und ein marokkanischer Tourguide, junge 27 Jahre alt. Und unser Fahrer. Wir hatten einen Heidenspaß, Abdou hat so schön erzählt, über das Land DSC_2066und über seine Familie. Und über die Marokkaner. Unsere Rundreise startete in Marrakesch und führte über Casablanca, Rabat, Meknès und Fés, über den Atlas nach Er-Rachidia, Tineghir, Ouarzazate, Ait-Benhaddou zurück nach Marrakesch. Überwältigt hat mich vieles – vor allem vielleicht die Moschee in Casablanca, der absolute Wahnsinn, wie sie da steht, am Ufer des wilden Atlantiks und diese Mosaiken – wow. Vielleicht haben mich auch die Mosaiken am meisten fasziniert. Auf den Knien und mit einer unendlichen Leichtigkeit werden da die passenden Teile zurechtgeklopft, zu einem Bild zusammengefügt, mit der Bildfläche nach unten, am Ende erst alles verbunden, trocknen lassen und umdrehen – erst dann würden eventuelle Fehler auffallen – und glaubt mir mal, die machen das so leichtfüßig mit einem Lächeln im sonnengebräunten Gesicht – fehlerfrei!

Ich hab mich ein bisschen verguckt in dieses Land. Ich gebe es zu. Viele Länder – oder das Reisen im allgemeinen – kitzeln meine kleine Reiseseele und machen mich zu einer anderen Laura, Stück für Stück, aber Marokko hat meine Sinne verzaubert. Gerüche. Geräusche. Farben. Stoffe zwischen den Fingern. Sattsehen unmöglich.

Ein Abend in Fès. Die Hitze des Tages verdampft langsam. Ein kleines – absolut unscheinbares (Merke: Das sind die besten!) Straßencafé/Restaurant mit ein paar gelblichen Plastiktischen und wackeligen Stühlen vor dem Laden inmitten des immer noch geschäftig-bunten Treibens. Drei Tische werden schnell zusammengeschoben. AbdouDSC_1851 redet mit dem Inhaber, ein absolutes Highlight – acht schnatternde, aufgeregte und auch müde Mädels, die die marokkanische Küche kennen lernen wollen. Kleine golden verzierte Gläser mit frischer Minze und Thé. Auf meinem Teller landet Pastilla. Rund, aus Blätterteig, gefüllt mit Hähnchen, Mandelpaste, Rosinen und Zimt. Mit Puderzucker bestäubt. Es ist genau dieser Moment, der mir in den Sinn kommt, wenn ich an Marokko zurückdenke. Weil meine kleine Welt sich in diesem Moment ein kleines bisschen langsamer drehte, weil ich diesen Moment so unendlich bewusst wahrgenommen habe. Und weil er wahrscheinlich die Quintessenz dieser Reise ist. Acht Mädels mit Reisehunger, mit offenen Augen durch ein so fabelhaftes Land, ein bisschen Magie spüren und genau in diesem Moment angekommen sein. In einem Hollywood Film wäre das die Szene, bei der die Gespräche ausgeblendet werden, die Kamera aus der Situation herauszoomt und einfach nur den gesamten Moment einfängt. Und man einen Monolog der Hauptdarstellerin hören würde. Und Musik.

éire.

Irland. Ich nutze diese kurze Lernpause zwischen zwei Fächern – erste Monsterklausur gestern überstanden – und krame mein Irland-Tagebuch raus und reise ein bisschen in die Vergangenheit – und auf eine Insel, an die ich auch ein bisschen mein Herz verloren hab. Das europäische Neuseeland – auf der Südhalbkugel hängt zwischen Kiwis und Schafen nämlich der Rest meines kleines Herzchens.

IMG_3674Ich hab mich also im November 2012 – oh weh, viel zu lange her – auf die Reise nach Irland begeben um mich dort mit einer australischen Freundin zu treffen, die ich vorher in Marokko kennengelernt hab – verrückt, oder? Das ist Leben. Hachja. Wenn ich so in den Blättern meines damaligen Reisetagebuchs blättere, stelle ich fest, dass ich mich gleich ganz früh in dieses Land verliebt hab. In dieses unglaublich nette Völkchen von Iren, in das satte Grün, in die Landschaft, in diese tiefe, ruhige Zufriedenheit, die mir dieses Land geschenkt hat. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich im Bus vom Flughafen nach Downtown saß, die Welt da draußen beobachtete und dann feststellte, dass ich grinse wie ein Honigkuchenpferd. Wie dämlich muss ich ausgesehen haben, mit Handgepäck und zerzausten Haaren vom Flug und grinsend – von einem Ohr  bis zum Anderen. Hachja.

 

Nachdem sich dann leider recht schnell herausgestellt hat, dass meine Freundin D aufgrund von Ein-/Ausreise-Schwierigkeiten (sie war schon mehrere Monate in Europa) IMG_3613schon eine Weile in Irland festhing und so – verständlicherweise – schon einiges erkundet hatte, hab ich beschlossen, dieses Land auf eigene Faust zu erkunden – und ich sollte es nicht bereuen. Da ich nur eine gute Woche da war, hab ich beschlossen, mich einer kleinen Reisegruppe anzuschließen – ich hab mich für Paddywagon entschieden und es war eine gute Entscheidung. Ich muss dazu sagen, es war November und es war kaum – bzw. nichts – los und das liebe ich. Mit 40 anderen Leuten hätte ich darauf wirklich keine Lust, aber wir waren inklusive Fahrer nur zu viert 🙂 (Das nächste Mal würde ich allerdings definitiv ein Auto mieten, die Mietpreise sind in Irland nämlich wirklich gut und Unterkünfte findet man auch ohne Probleme, noch dazu kann man sich ja bei Reiseveranstaltern wie Paddywagon eventuelle Touren zur Inspiration anschauen)

Bevor es allerdings mit dem Paddywagon losgehen sollte, war da ja noch diese Stadt namens Dublin. Was eine schöne Stadt. Wir haben zu Fuß alles erkundet. Trinity College, The 4 Courts, Liffey River, Oscar Wilde House, St. Stephens Green, Dublin Castle, Glasnevin Cemetery und abends dann selbstverständlich auch Temple Bar. Diese Stadt hat unendlich viel Charakter! Und bitte – unbedingt abends in einen der so unendlich vielen Pubs gehen, Cider trinken und diese Stimmung genießen! (Wir sind spontan noch auf einen Pub Crawl aufgesprungen, war so nicht geplant, aber dann doch ganz witzig)

Dublin – Ahsford Castle – Kylemore Abbey – Connemara National Park – Galway – Cliffs of Moher – Killarney – Blarney – Cork – Dublin – Carrick-a-Rede – Giants Causeway – Dunlace Castle – Belfast – Dublin.

Das war der Plan für meine zwei Touren und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Das Grün dieser Insel, Steinmauern, raue und doch so sanfte Landschaft, Wind, Sprühnebelregen und Sonne im Wechsel, Irish Stew zum Lunch, Hostelleben, Live Sessions und Guinness – ganz viel Guinness – in kleinen Pubs. Die Stimmung, die dieses Land vermittelt und dann dieses wirklich nette Völkchen, Irland ist ein Land, das definitiv zu einen meiner Lieblingsländer gehört, auf eine ganz eigene Weise. 

Hostel Dublin – Generator – gibt definitiv günstigere und ich würde jetzt – 3 Jahre älter – auch etwas kleineres, familiäreres suchen, aber es war sauber, groß, zentral gelegen, Frühstück für 4€ (keine Garantie, dass das heute auch noch so ist)

Hostel Killarney – Paddy’s Palace – gehört zu dem Tourunternehmen, war aber wirklich gut, authentisches Hostelleben 🙂

Pablo Picante – das ist der beste Burrito Dublins. Ohne Witz! Genial!

The beauty of Ireland is timeless. It is like something my heart has always known. Somewhere I always wish to return.

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So. Nachdem meine Lernmotivation sich grad mal wieder schmollend unterm Schreibtisch verkrochen hat, schreib ich eben ein bisschen über unser Wochenende in Prag vergangenen August.

Prag war einer dieser „da wollte ich schon immer mal hin.“ und „jeder sagt, Prag sei so schön.“ – Trips. Und „jeder“ sollte Recht behalten. Prag ist tatsächlich traumhaft schön. Es erinnert mich sehr an meine Heimatstadt Würzburg und passend dazu gibt es  das Gerücht, dass die Stadtplaner voneinander abgeschaut hätten – daher kommt’s wohl.

Untergebracht waren wir im Dorint Hotel, sauber, ordentlich, zweckmäßig und direkter (d.h. vor der Tür!) Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch wenn es wohl augenscheinlich ein wirklicher Magnet für Busreisegruppen ist, wir sind da doch eh nur zum schlafen – und dafür war es wirklich top. Wir konnten das Auto bewacht in der Tiefgarage abstellen, ordentlich frühstücken (und sogar noch Obst für tagsüber stibitzen) und sind dann direkt in die Stadt – für unser erstes Mal in Prag war das genau richtig, waren wir doch eh den ganzen Tag auf den Beinen.

A588917C-4DAE-47C2-9756-DC8401403FF2Die Stadt selber ist wirklich klasse. Es gibt an jeder Ecke was zu entdecken. Wir haben unser Wochenende mit einem Bummel über einen Wochenmarkt gestartet. Der Markt liegt direkt am Wasser (Uferstraße Náplavka, Haltestelle ‚Palackého námesti‘) und war wirklich schön. Ich liebe das, über Märkte schlendern, die Einheimischen an einem Samstagvormittag beobachten und ein bisschen besser kennen lernen. Neben Obst, Gemüse, Käse, Fleisch und Fisch wurde auch Honig, Blumen, Handwerkliches, frische Säfte etc. angeboten – das war ein wirklich toller Start in den Samstag.

Vom Markt aus konnten wir dann auch gestärkt und vor allem motiviert in den restlichen Tag gehen. Wir hatten uns entschieden, das Wochenende zu Fuß und mit der Straßenbahn zu bestreiten und das hat auch super funktioniert. Da wir beide nicht so der Fan sind von Eintritt zahlen und anstehen, etc. haben wir auch diesmal einfach alles von außen bei einem ausgiebigen – aber gemütlichen – Spaziergang auf uns wirken lassen. Oben auf der Burg sind wir dann aber doch mal auch in die Kathedrale (man kann nämlich auch hintenrein und die fantastischen (!!) Kirchenfenster bewundern, ohne den Eintritt für den Rest der Kirche zu zahlen. Im Ernst – solche Kirchenfenster hab ich noch nie gesehen!) und haben anschließend die Aussicht auf die Stadt genossen, bevor wir zurück sind.

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Wir genießen es, durch neue Städte nur mit einem ganz groben „was wollen wir sehen“ – Plan zu schlendern und ansonsten alles einfach mal passieren zu lassen, da abbiegen wo es uns gefällt, dort ein bisschen länger bleiben. Für uns gibt es da keine Umwege. Und vor allem – so findet man die besten Ecken. Durch Zufall haben wir also tatsächlich den kleinen – und unendlich sympathischen – Sandwich-Laden ‚Bread Gap‘ gefunden und uns da doch gleich mal niedergelassen, gegessen und den Stadtplan rausgekramt, um die Richtung für die kommenden Stunden zu wählen. Frisch gestärkt gings weiter, Karlsbrücke, Altstadt, Rathaus, jüdisches Viertel – ohne Zeitdruck, hachja.

Ein absolutes Muss – meiner Meinung nach – ist der Rathausturm. Und zwar rauf. Zu Fuß. Trotz Aufzug. Auch wenn es keine Beschränkung zu geben scheint, wie viele Leute sich da oben gleichzeitig aufhalten dürfen, das ist ein gigantischer Ausblick auf die Stadt. Und nach unten schauen gibt einem das Gefühl, man schaut auf ein Wimmelbild – es gibt einfach so viel zu sehen, wenn man sich die Zeit nimmt, auch mal bewusst zu schauen. Und zu entdecken.

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Essen in Prag. Mmh. Wenn man die ganzen überteuerten Touri-Restaurants in der Altstadt und v.a. um die Karlsbrücke mal ignoriert, gibt es unglaublich authentische und preiswerte, tschechische Restaurants und Bierstuben zu finden. Wir haben uns für den Abend ein Restaurant in der Neustadt gesucht – nämlich ‚U Pravdu‘ in der Neustadt (Zitná 15), das hat uns unser Reiseführer empfohlen. Und das war der Knaller. So urig, dunkle Holzvertäfelungen, Fotografien in schwarz-weiß und landwirtschafliche Geräte an den Wänden – das war wirklich den Weg dahin jetzt schon wert. Außerdem war neben unserem nur noch 1 Tisch mit Touristen besetzt, alle anderen von Einheimischen, die so ihren Samstagabend in geselliger Runde bei Bier verbrachten. Die Karte wird zwar ein bisschen ins Englische übersetzt, man braucht aber trotzdem ein bisschen Mut, etwas zu bestellen, wir fandens klasse! Ich hatte einen pfannkuchen-großen Kartoffelpuffer, der einmal gefalten war, gefüllt mit böhmischem Kraut und Kassler – lecker!!!

Nützliches

  • Kleingeld für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die meisten Automaten, v.a. die die weiter außerhalb liegen, nehmen keine Scheine, also am Besten immer ein bisschen Münzgeld dabei haben – wir haben es mehrmals vergessen und mussten uns einen Ort zum tauschen suchen.
  • Reisezeit. Ja wir waren im August. Da waren extrem viele Touristen. Wir hätten das wissen müssen. Ich weiß. Aber ich glaube in Prag ist das total egal, wann man da ist. Alleine ist man nie. Vielleicht sind wir auch deshalb so Fan von „einfach nur schlendern“, ohne wirklichen Plan. So kamen wir nämlich tatsächlich auch durch Gässchen in denen wir – hoppla – plötzlich alleine waren. Ich bin nämlich eine, die durchdreht und krätzig wird, wenn um sie rum nur Touristen sind. Im Ernst. Da bekomm ich die Krise. Wir haben deshalb auch zum Beispiel einen Bogen um das „Goldene Gässchen“ gemacht, nachdem da schon – wie bei einem Konzert – abgesperrt war und die Leute durchgepfercht wurden wie Hennen in Käfighaltung. Gruselig. Aber hey – wir sind ja flexibel. Dann eben abbiegen und weg von den Leuten. Sich mit dem Eis ans Ufer gegenüber legen, an dem sonst keiner liegt. Geht doch.

Prag ist eine tolle Stadt. Den Besuch definitiv wert. Ich erinnere mich gerne zurück an dieses farbige und lebhafte 35°C Wochenende – während ich hier sitze und mir bei zweistelligen Minusgraden die Hände an der Teetasse wärme. Der Teetasse aus Prag – gefunden in einem kleinen, netten Keramikladen im Fuße der Brückenpfeiler der Karlsbrücke auf Seite der Burg. Hachja.

straßburg.

Kurzmitteilung

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Wer kennt das nicht. Silvesterplanung. Was machen wir, wo gehen wir hin, mit wem feiern wir, was gibt es zu essen, wo sind wir um 12 – das muss die beste Party des Jahres werden. Ich persönlich kann damit ja gar nichts anfangen. Silvester wird meiner Meinung nach gnadenlos überbewertet. Und so kam es also, dass ich zu Weihnachten eine „Wir fahren über den Jahreswechsel weg – aber ich verrat dir nicht wohin“ – Überraschung bekommen habe.

Ich habe wirklich erst auf der Autobahn erfahren, wo wir landen. (‚Ok, A3 Richtung Frankfurt.‘ ‚Korrigiere. A81 Richtung Stuttgart.‘ ‚Komisch. A6.‘ ‚He, A5?!‘) Wir sind schließlich in Straßburg angekommen und ich habe mich wirklich sehr gefreut. Da fährt man nur so knapp über die Grenze und ist doch sofort in einer anderen Kultur mit einer anderen Sprache und so vielen anderen Gewohnheiten. Es sollten wundervolle 2 Tage werden.

Untergebracht waren wir in einem der kleinen Appartements des ‚Le 32‘ – und zwar unglaublich gut gelegen. Zu Fuß etwa 5 Minuten zum Münster (maximal), also mitten in der Stadt und dennoch wirklich ruhig, was aber auch an der Jahreszeit lag. Die Appartements sind sehr gemütlich und sauber, kleine Einbauküche, geräumiges Bad (inkl. Waschmaschine, Bügelbrett/eisen, Haartrockner, …), TV und Wlan. Wir haben uns sofort wohl gefühlt!

IMG_5947Wer in Straßburg ist und ein bisschen Zeit hat, sollte sich einfach treiben lassen. Durch die Gassen schlendern, sich vielleicht auch mal ein bisschen verlaufen und einfach auf sich wirken lassen. Genau so haben wir das gemacht. Vorbei an kleinen Bäckereien und Patisserien, an großen
Einkaufszentren und kleinen, unabhängigen Labels. So kam es auch, dass wir in die Rue de Juifs abgebogen sind und da ein paar Schmuckstücke entdeckt haben. So zum Beispiel eine kleine Papeterie ‚Monogram‘, die nicht nur eine große Auswahl an Schreibutensilien hat, sondern eben auch viele schöne Dinge aus Papier, Washi, … Am meisten begeistert hat mich doch aber der kleine zuckersüße Laden namens ‚Marcel et Finette‘, ein Kinderladen (Nein, ich bin nicht schwanger), der absolut zum träumen ist. Holzspielzeug, ausgewählte Baby-/Kinderkleidung (wie niedlich!), die Kollektionen von ferm living und bloomingville kids, und und und. Hachja. Ihr könnt es euch vorstellen. In einer anderen Ecke Straßburgs, nämlich auf der Rue de Bouchers, fanden wir dann noch die zwei Läden ‚Mémé et Autriche‘ – die waren vielleicht Knüller. (Nicht verwirren lassen, sind zwei Läden, genau gegenüber bzw. nebeneinander, gehören aber zusammen.) Tolles für Zuhause, zwischendurch ein bisschen retro, dann wieder skandinavisches Design, auch hier wieder ganz viel bloomingville und Konsorten. Und jetzt gerade habe ich festgestellt, dass die auch einen online store haben – oh weh, das könnte gefährlich werden.

IMG_5927Alles in allem ist Straßburg eine wundervolle Stadt. Auch zu dieser Jahreszeit, alles weihnachtlich geschmückt (und wie!), alles glitzert und glänzt und es gibt so viel zu entdecken. Wir haben uns diese zwei Tage einfach treiben lassen, sind an den Sehenswürdigkeiten vorbei geschlendert, haben Touristen beobachtet, Bäckereien getestet, uns aber auch vorbildlich zum Jahreswechsel im Hotelzimmer verkrochen, dort gekocht, Punsch geschlürft und im Schneidersitz im Bett sitzend das neue Jahr begrüßt. Wir kommen definitiv wieder – Straßburg im Sommer, das wird toll!